Gesunde Ernährung
Author: N.N.. Erstellt am: 12.06.2008 13:42
Für eine gesunde Entwicklung benötigt Dein Baby gerade im ersten Lebensjahr eine besondere Ernährung, die sowohl ihre nicht voll ausgereifte Verdauungsfunktion als auch ihren erhöhten Nährstoffbedarf berücksichtigt. Frühestens ab dem 5. Monat kann die Milchnahrung Schritt für Schritt um Beikost und frühestens ab dem 10. Monat um abgewandelte Familienkost ergänzt werden. Bei Babys mit Allergieneigungen sollte die Zugabe von Beikost bzw. Familienkost je 1 bis 2 Monate später beginnen.
1. Von der Milchnahrung zur Familienkost
- Muttermilch oder Anfangsnahrung aus der Flasche ist bis Ende des 6. Monats als alleinige Nahrung ausreichend. Eine vegetarische Milchnahrung wie z.B. Reismilch oder Sojamilch ist für Ihr Baby gar nicht geeignet, da sie nicht den Ernährungsbedürfnissen eines Babys entsprechen und zu Entwicklungsstörungen führen können.
- Frühestens ab dem 5. Monat kann eine Milchmahlzeit Schritt für Schritt auf Beikost umgestellt werden, z.B. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als Mittagsmahlzeit. Bei Babys mit Allergieneigung frühestens ab dem 7. Monat mit Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei anfangen.
- Einen Monat später kann eine zweite Milchmahlzeit auf Beikost umgestellt werden, z.B. Milch-Getreide-Brei als Abendmahlzeit oder Frühstück. Bei Babys mit Allergieneigung frühestens ab dem 8. Monat mit Milch-Getreide-Brei anfangen.
- Wieder einen Monat später kann eine dritte Milchmahlzeit auf Beikost umgestellt werden, z.B. milchfreier Getreide-Obst-Brei als Abendmahlzeit oder Frühstück. Bei Babys mit Allergieneigung frühestens ab dem 8. Monat mit milchfreiem Getreide-Obst-Brei anfangen.
- Frühestens ab dem 10. Monat kann Beikost Schritt für Schritt auf Familienkost umgestellt werden. Gegen Ende des ersten Lebensjahres verträgt Ihr Kind fast alle Lebensmittel.
2. Schritt für Schritt die erste Beikost
In der Regel brauchen Babys nach dem 6. Monat zusätzlich zur Milchnahrung eine Beikost. Möchtest Du eher mit Beikost beginnen, kannst Du dies frühestens ab dem 5. Monat tun. Die Mittagsmahlzeit eignet sich sehr gut, um die Milchnahrung Schritt für Schritt auf Beikost umzustellen. Ideal zur Einführung von Beikost ist der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei.
Füttere erst Milchnahrung, dann ein paar Löffelchen pürierte Beikost und anschließend noch ein bisschen Milchnahrung. So kann sich Dein Baby an die neue Nahrung gewöhnen. Probiere nur eine Gemüseart aus und schaue, wie Deinem Baby das Gemüse bekommt. Gut geeignet sind Karotten, Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl und Broccoli.
Nach einer Woche kannst Du Kartoffeln mit einem Fettzusatz wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl hinzufügen. Nach einer weiteren Woche kannst Du Fleisch hinzufügen. Die Mittagsmahlzeit wird nun Schritt für Schritt ganz auf den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei umgestellt. Die Breimahlzeit sollte möglichst keine Gewürze enthalten.
Mit Beginn der Beikost kannst Du Deinem Baby nach der Breimahlzeit Wasser ohne Kohlensäure oder ungesüßten Tee anbieten. Gib Deinem Baby Zeit, sich an die neuen Getränke zu gewöhnen. Vermeide gesüßte Getränke wie z.B. sogenannte Babytees, da Zuckerzusätze nicht nur überflüssig sind, sondern auch die Entstehung von Karies fördern.
Tipp: Da Dein Baby gerade am Anfang nur eine kleine Menge an Beikost benötigt, kannst Du vorgekochten, pürierten Brei in Eiswürfelbehältern einfrieren und nach Bedarf wieder auftauen. Anfangs sind ca. 150g – 190g Brei ausreichend. Die Menge wird allmählich auf 200g – 250g erhöht.
3. Ernährung, die aufeinander aufbaut
Milchmahlzeit
Muttermilch ist die beste Nahrung für Ihr Baby, da sie sich an die Bedürfnisse ihres Babys anpasst und so alle Nährstoffe in optimaler Qualität und Zusammensetzung liefert. Zusätzlich enthält Muttermilch alle notwendigen Abwehrstoffe und trägt zur Allergievorbeugung bei. In den ersten Tagen bekommt Ihr Baby Vormilch, zwischen dem 2. und 4. Tag Übergangsmilch und ab Ende der zweiten Woche reife Frauenmilch. Die Zusammensetzung der Muttermilch kann bei Flaschennahrung nur bis zu 80% nachgeahmt werden.
Kann oder möchte eine Mutter nicht stillen, bekommen Babys spezielle Flaschennahrung. Anfangsnahrung, mit „Pre“ oder „1“ gekennzeichnet, ist für das gesamte erste Lebensjahr geeignet. „Pre“-Nahrung enthält ausschließlich Milchzucker, ist dünnflüssig und kommt der Muttermilch am nächsten. „1“-Nahrung enthält zusätzlich Stärke, ist dickflüssig und sättigt dadurch länger. Letztere kann zu Überfütterung und dadurch zu Übergewicht führen. Ab dem 5. Monat können sie Folgenahrung, gekennzeichnet mit „2“ oder „3“, verwenden, müssen es aber nicht.
Für Babys die nicht gestillt werden und eine Allergieneigung haben, kann „HA-Nahrung“ (hypoallergene bzw. hypoantigene Nahrung) eine Alternative sein, jedoch nur in Rücksprache mit dem Kinderarzt. Die beste Prävention für Allergien ist nach wie vor ausschließliches Stillen mit Muttermilch in den ersten 6 Monaten.
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
Ideal für die Einführung in die Beikost enthält dieser Brei Gemüse (Karotten, Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Broccoli), Kartoffeln, mageres Fleisch (Schwein, Rind, Geflügel, Lamm), Obstsaft und einen Fettzusatz (Rapsöl, Sonnenblumenöl). Er liefert Deinem Baby Eisen, Zink, essentiellen Fettsäuren und Vitaminen. Kommerzielle Produkte findest Du z.B. unter der Bezeichnung Baby-Menüs (ab dem 5. Monat) und Junior-Menüs (ab dem 8. Monat)
Milch-Getreide-Brei
Dieser Beikostbrei enthält drei verschiedene Lebensmittel: Vollmilch oder industriell gefertigte Fertigmilch, Vollkorn-Getreide und Obstsaft oder –püree. Der Brei verbessert vor allem die Mineralstoffversorgung Ihres Babys und liefert wichtige Vitamine der B-Gruppe. Kommerzielle Produkte findest Du z.B. unter der Bezeichnung Milchbrei, Abendbrei und Milchfertigbrei.
Milchfreier Getreide-Obst-Brei
Dieser Beikostbrei enthält keine Milch, sondern Wasser, Vollkorn-Getreide, Obstsaft oder –püree und Butter. So ergänzt er die Nährstoffprofile der anderen beiden Beikostbreie und der verbleibenden Milchnahrung. Kommerzielle Produkte findest Du z.B. unter der Bezeichnung Vollkorn-Früchte-Brei, Zwiebackbrei und Keksbrei.
Aktuelle Broschüren und viele weitere interessante Informationen zum Thema „Gesunde Ernährung“ findest du beim Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE).
“Einschulung”-“Wie alt waren eure Kinder bei der Einschulung?”
Liebe mamilys,
früher wurden viele Kinder oftmals erst mit sieben Jahren eingeschult. Heute ist es eher umgekehrt.
Immer häufiger ist es so, dass Kinder schon mit fünf Jahren eingeschult werden. Wie war es bei euren Kindern? In welchem Alter wurden eure Kids zum i-Dötzchen?
Habt ihr die richtige Entscheidung getroffen, oder hättet ihr eure Kinder im Nachhinein lieber früher oder später eingeschult?
Tauscht euch hier mit den anderen mamilys aus, und erzählt uns von euren Erfahrungen
zum Thema Einschulung.
Viel Spaß wünscht euch euer mamily-Team


